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 “Renn” - Käfer

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Rennbericht Spa 2010

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Nachdem die Le VW Bug Show in Spa ein Teil unserer Boxergassen-Historie ist, möchten wir nun unsere Erlebnisse mit Euch teilen.

Angefangen hat das Wochenende am Freitag mit einem Checkin der etwas anderen Art. Fuhren wir doch hochoffiziell zum Checkin-Häuschen am Besuchereingang, wurde uns dort freudig erklärt, wir sollten uns bitte mit unseren Gespannen beim Truck-Eingang ( ca. 15Km – einmal rund um die Strecke ) einfinden. Alles weitere würde dort geregelt. Gesagt – getan!
Dort wurde uns dann berichtet, der Einlass sei um 15:00 Uhr. Zum Glück war es ja bereits 11:00 Uhr. Knappe 4 Stunden....ja was tun???
Wir machten alsdann Bekanntschaft mit Wolfgang, einem Käfertreter aus Sevelten.  Er hatte einen wunderschönen, neu aufgebauten 1303 auf dem Hänger stehen. Eine Abhilfe für die drohenden 4 Stunden Langeweile war gefunden. Es fand ein reger Informationsaustausch statt, gedanklich wurden neue Evolutionsstufen geplant. Dumm, dass das Werkzeug unterm Rennfahrzeug im Hänger verstaut war. Auch gemeinschaftliche Bekanntschaften wurden entdeckt.P7248010

Als hätte er den Zeitplan im Urin gehabt, traf Pfletschi keine Minute zu früh in Begleitung seines Kumpels Olli kurz vor Einlass am Sammelpunkt ein.

So....sollte es jetzt tatsächlich so weit sein. Der freundliche Herr mit dem Roller kam angesaust. 15:00 Uhr!!! Endlich Einlass für die Gespanne.
Wir fuhren mit unseren Gespannen wie an einer Perlenkette aufgereiht hintereinander über die kurvenreiche Fahrerlagerzufahrt, die man auch als Slalomrennstrecke nutzen könnte. Okay, schon fast im Fahrerlager.....der nächste Checkin.....GÄHN!
Man fragte uns nach unseren Karten, die man am Checkin-Häuschen am Haupteingang ( man bemerke, dass wird dort 5 Stunden zuvor weggeschickt wurden ) hätte erwerben sollen. Nach einigen sehr gestenreichen Hand-Fuß-Unterhaltungen mit den verantwortlichen Personen, fanden wir unseren Retter. Wiederum der freundliche Rollerfahrer. Nochmals ein herzliches Dankeschön!!! Er tauschte kurzerhand seinen Roller und wir wurden standesgemäß zu fünft in seinem Opel Astra Automatik zum Checkin am Haupteingang zurückgefahren. Jeah, es war geschafft...die Karten hatten wir schonmal. Zurück bei unseren Gespannen, öffnete das Fahrerlager, man soll es nicht für möglich halten, seine Tore für uns. Ruckzuck hatten wir unseren Claim abgesteckt, ein Plätzchen für Christian reserviert und keine 2 Stunden später war unsere Boxergasse eingerichtet.

Mittlerweile war es 20 Uhr...Zeit, den Grill anzuschmeißen. Schnell war die Tafel gedeckt, Hunger und Durst gestillt. Kurz vor Einbruch der Nacht trafen dann doch noch Christian und Sandra, die die kürzeste Anreisestrecke haben, mit ihrem wunderschönen 1303RS ein. Mit dem extra für das Spa-Wochenende ausgeliehenem T4-Bus sollten erste Campingerfahrungen gesammelt werden. Ein paar flinke Hände halfen beim Zeltaufbau und Abladen des Rennwagens. Noch „schnell“ den Holzkohle-Grill anfachen, eine Kleinigkeit essen und dann etwas fachsimpeln.

Wie bei einem Rennwochenende üblich, begann der Samstagmorgen mit dem wohlbekannten Geräusch von 4 Ansaugtrichtern, die die Morgenluft inhalierten. Klar...Hummeln im Hintern von Herrn Pfletschinger. Die restlichen Fahrer ließen sich nicht lumpen und bereiteten ebenfalls ihre Fahrzeuge auf die technische Abnahme vor. Im Anschluss an die Abnahme, erfolgte die Streckeneinweisung in einer uns fremden Sprache. Fragende Gesichter! Zum Glück gab es eine Zusammenfassung auf Deutsch. Also..ab in die Rennkäfer!!! Spa, wir kommen!P7247679
Bei leichtem Regen verfolgten alle Käfer 2 Runden lang das Pace Car.
Bei einigen Fahrern wurde der Eindruck erweckt, dass die Bergauf-Gerade nach Eau Rouge endlos ist. Auch die steilen Bergauf- und -abpassagen waren schon hinter dem Pace Car beeindruckend, wie sollte das erst im Renntempo werden.
Nun war es soweit, nach der Durchfahrt durch die Boxengasse, wurde die Strecke für uns freigegeben. 1,5 Stunden fahren ohne Limit auf einer der imposantesten Rennstrecken Europas warteten auf uns. Die Bedingungen waren aufgrund des leichten Regens, man fuhr trotzdem mit Slicks, und dem auf der Strecke verteilten Öl nicht immer ganz einfach. Dies wurde von einigen Teilnehmern mit Karusselleinlagen nachhaltig unter Beweis gestellt. Leider kam nicht jeder ohne Blessuren (Kaltverformungen) davon. Gegen Ende des Turns trocknete die Strecke immer weiter ab, so dass der Spaßfaktor noch zunahm.
Stefan Pfletschinger hatte bereits in der dritten Runde ein technischen Problem und war gezwungen, seinen Käfer in der Boxergasse abzustellen. Auch Thomas Wöhr wurde von der Defekthexe heimgesucht. Rollend kam er noch zum Rennzelt, dumm, wenn man den Nockenwellensensor nicht anständig befestigt. Da der Turn eh zu Ende war, blieb genug Zeit, den Fehler bis Sonntagmittag zu beheben.
Nachdem sich unser Adrenalinspiegel wieder einem normalen Level näherte, tauchten wir mitten in das Geschehen rund um die Bug Show ein. Nach Mitfiebern mit einigen Bekannten bei den Vorläufen der Beschleunigungskäfer, führte uns unser Weg weiter bergauf Richtung neue Boxengasse. Unser Weg war gesäumt von unzähligen schönen luftgekühlten Volkswagen. Angekommen an der neuen Boxenanlage bogen wir auf einen riesigen Teilemarkt ein. Zahlreiche Aussteller und Händler rangen um die Gunst der Käufer.(?)

Bereits auf dem Abstieg Richtung unserer Boxergasse, wurden wir von unseren knurrenden Mägen überredet, einige Gedanken an das Abendessen zu verschwenden.
Nach einem wie immer köstlichem Essen und einiger nicht zum Erfolg führenden Einladungen an die Nachbarn (Christian, Jens, Wolfgang usw.), schnappten wir kurzerhand unsere Stühle, eine Flasche Ramazotti, einige Becher und überfielen selbige. In geselliger Runde hatten wir viel Spaß und lernten uns alle besser kennen. Es war ein sehr schöner Abend.

Da unser 2. Rennturn am Sonntag erst nachmittags starten sollte, hatten wir genügend Zeit, nochmals die Käfer des Treffens zu begutachten und einige Läufe der Dragster zu verfolgen.
Bei sonnigem Wetter, trafen wir die letzten Startvorbereitungen für den zweiten Lauf. Endlich war es 14 Uhr und es konnte losgehen. Diesmal ohne Pace Car – direkt ab auf die Strecke und Attacke. 2 Runden – die Slicks waren warm... und ab dafür... Bis zu dem Zeitpunkt, wo Thomas ohne Benzindruck auf der langen Geraden nach Eau Rouge meinte, parken zu müssen, konnte er dem Race-Taxi problemlos folgen.P7258349
Sch...., eigentlich war geplant, das Race-Taxi in der nächsten Runde nur noch aus dem Rückspiegel sehen zu können. Am Haken in der Boxengasse angekommen, musste er feststellen, dass auch sein Käfer ohne zweite Benzinpumpe, die den Catchtank versorgt, nicht läuft. Fehler behoben, Hasskappe auf, weiter geht’s. Die restliche Zeit, noch schnell ein paar guten Rundenzeiten brennen.
Nach Stefan´s Erfahrung vom Samstag, dass die Eau Rouge bei regennasser Fahrbahn nicht voll geht, sondern eher dann einem Karussell gleicht.....Leitplanke links...Leitplanke rechts...Leitplanke links...zum Glück wurde der Einschlag gekonnt verhindert, war der Sonntag bei trockener Witterung Fahrspaß pur – eine Stunde am Stück ohne Unterbrechung. Das Auto lief spitzenmäßig, sein kleiner 2 Liter, pink aber flink.
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Bei einer Abschiedsportion belgischer Pommes zusammen mit Christian Stelzer und Gerd Weiser kamen wir überein: SPA WIR KOMMEN WIEDER!!! Zumal Stefan Pfletschinger mit dieser Strecke nun noch eine Rechnung offen hat.

Bleibt zu sagen: Danke an all die netten Menschen, die uns besucht haben und  mit denen nette Gespräche geführt wurden, tolle Veranstaltung, nette Veranstalter, eine geniale Rennstrecke und Dank all den Boxergassen-Besuchern, die man nun endlich auch persönlich kennenlernen durfte.

Wir freuen uns schon auf Sounds of Speed am Salzburgring, 28.August 2010, mit gemeldeten  17 Käfern am Start.

Euer Boxergassenteam
 

 

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Bilder vom Samstag

Bilder vom Sonntag

Bilder Fahrerlager

Bilder von Jens Stoye